Das Persönlichkeitskonstrukt "soziosexuelle Orientierung" oder kurz "Soziosexualität" beschreibt interindividuelle Unterschiede in der Tendenz, sich auf sexuelle Kontakte auch ohne tiefere emotionale Bindung einzulassen. Seit von Simpson und Gangestad (1991) mit dem soziosexuellen Orientierungsinventar (SOI) ein ökonomisches Erfassungsinstrument vorgestellt wurde, erfreut es sich grosser Beliebtheit in der Persönlichkeits- und Sozialpsychologie, wie auch in der Sexualforschung und der evolutionären Psychologie. Wir (Penke & Asendorpf, 2008) haben eine revidierte Version des SOI entwickelt, in der nicht nur diverse oft kritisierte psychometrischen Probleme des Originals beseitigt wurden, sonder die auch die getrennt Erfassung von drei Facetten der Soziosexualität erlaubt: Verhalten, Einstellung und Begehren. Studien haben inzwischen gezeigt, dass diese Differenzierung des Konstrukts höchst sinnvoll ist, da sich die Facetten oft sehr unterschiedliche Beziehungen zu anderen Variablen aufweisen.
Auf dieser Seite können Sie die offiziellen deutschsprachigen Items des SOI-R herunterladen und frei für Ihre Forschung verwenden. Ausserdem finden Sie hier eine Kurzanleitung (inkl. Skalenschlüssel) und Normen für das SOI-R.
Das SOI-R ist inzwischen in 12 verschiedenen Sprachen verfügbar. Sie finden diese Adaptationen hier.
Die einschlägige Referenz zum SOI-R ist:
Penke, L., & Asendorpf, J. B. (2008). Beyond global sociosexual orientations: A more differentiated look at sociosexuality and its effects on courtship and romantic relationships. Journal of Personality and Social Psychology, 95, 1113-1135.
Wenn Sie weitere Fragen zum SOI-R haben oder eine Adaptation des SOI-R in einer anderen Sprache erstellen möchten, schreiben Sie mir bitte eine Email Email. Ich würde mich auch freuen, von Studien zu erfahren, die den SOI-R verwenden.